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Dies ist eine weitere tolle Aufnahme von Saturn und seinen Ringen, die von Cassini-Huygens stammt. Übrigens haben alle der äußeren Riesenplaneten, also Jupiter, Saturn, Uranus und Neptun Ringsysteme. Jenes von Saturn ist das bei weitem eindrucksvollste. Doch der grundlegende Mechanismus, der die Ringe um Riesenplaneten bedingt, ist immer der gleiche. Wie also bilden Riesenplaneten die Ringsysteme aus?

Alle diese Planeten besitzen viele Monde oder eingefangene Asteroiden, von denen sie umkreist werden. Kommt eines dieser Objekte dem Planeten zu nahe, so kann es geschehen, dass die Gezeitenkräfte des Saturn die Gravitationskräfte übersteigen, die den Mond oder Asteroiden zusammenhalten (Roche-Grenze). Als Folge davon wird das Objekt in kleine Stücke auseinander gerissen, die nunmehr die Ringe ausbilden. Das Ringsystem könnte ebenso aus Partikeln der Protoplanetaren Scheibe bestehen. Diese Partikel wurden in einer sehr frühen Phase unseres Sonnensystems gebildet, als das erste Material begann sich zusammenzuklumpen. Sollte derartiges Material von einem Riesenplaneten eingefangen werden und sich innerhalb der Roche-Grenze befinden, so hätte es keine Chance sich zu einem größeren Objekt wie z.B. einem Mond zusammenzuschließen. Die letzte Möglichkeit ist, dass Meteoriteneinschläge für das Ringsystem sorgten, indem Stücke aus den bestehenden Monden herausgeschlagen und zum Ringsystem transportiert wurden.

Derzeit können die Wissenschaftler nicht sagen, welche der genannten Möglichkeiten die Hauptursache für das Ringsystem ist oder ob es sich um eine Kombination aller drei handelt. Genau so wenig wissen wir, ob die Ringsysteme stabil sind und viele Milliarden Jahre bestehen, oder ob sie sich über einen Zeitraum von einigen Zehnmillionen Jahren auflösen. In letzterem Fall hatten wir nur Glück, in einer Zeit zu leben, in der Saturn mit diesen wunderschönen Ringen versehen ist.


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Saturn (Bild von Cassini)
Veröffentlicht von Veröffentlicht oder zuletzt modifiziert am 21.11.2019
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