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Man kann dieses Teleskop als Nachfolger des Hubble-Weltraumteleskops bezeichnen. Dieses Teleskop ist besonders für Aufnahmen von Infrarotstrahlung ausgelegt. Das ist die Strahlung, die für menschliche Augen grade nicht mehr wahrnehmbar ist. Die Leistungsfähigkeit dieses Teleskops ist wegweisend auf vielen Gebieten der Astronomie. Dank des 6,5 Meter Primärspiegels wird es in der Lage sein, wirklich tief in den Weltraum zu blicken. Hubble dagegen hat einen Spiegel von "nur" 2,4 Metern Durchmesser, d.h. die Lichtausbeute des James-Webb-Weltraumteleskops (JWST) ist siebenmal größer als die von Hubble. Da das Licht der entferntesten Galaxien aufgrund der Ausdehnung des Weltalls ins Infrarot verschoben ist, ist das JWST besser als jedes andere Teleskop für eine Analyse von sehr weit entfernten Strukturen geeignet. Wir werden Zeugen der frühesten Zeiten unseres Universums sein, als die ersten Sterne und Galaxien entstanden.

Doch das ist bei weitem nicht alles, wozu das JWST fähig sein wird. Es wird in der Lage sein, den Prozess der Stern- und Planetenentstehung zu beobachten, indem es Molekülwolken untersucht, in denen momentan neue Sterne entstehen. Und es kann Aufnahmen der Staub- und Trümmerscheiben machen, die sich um junge Sterne herum befinden. Gleichfalls ist ihm möglich, Planeten von der Größe Jupiters zu erfassen. Erwarten Sie keinen Blick auf Oberflächendetails solcher Planeten, aber man wird das von ihnen reflektierte Licht sehen und analysieren können. Außerdem wird das JWST dazu fähig sein, die molekulare Zusammensetzung der Atmosphären von extrasolaren Planeten zu analysieren, die zwischen ihrem Zentralstern und dem Teleskop vorbeiziehen. Wir rechnen also mit einer ganzen Menge wichtigem Material von diesem Teleskop. Hoffen wir, dass es wie geplant im März 2021 abhebt.

Und noch etwas: lassen Sie sich von dem Bild (künstlerische Darstellung) nicht verwirren, in dem das Teleskop ziemlich klein erscheint. Der fünflagige Sonnenschild, der erforderlich ist, das Teleskop vor der Sonneneinstrahlung zu schützen, misst 22 m mal 12 m. Das entspricht beinahe der Größe einer Boeing 737.


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James-Webb-Weltraumteleskop
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Veröffentlicht von Veröffentlicht oder zuletzt modifiziert am 05.12.2019