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Beim Ringnebel (M 57) handelt es sich um einen planetarischen Nebel in etwa 2300 Lichtjahren Entfernung. So sieht es aus, wenn ein Stern an seinem Lebensende seine äußeren Gasschichten abstößt. Ist ein Stern nicht groß genug, um als Supernova zu explodieren, so stößt er einen Teil seiner Masse aus, wie in diesem Fall M57, den Ringnebel. Der Stern in der Nebelmitte ist immer noch sichtbar. Doch er durchläuft das letzte Stadium der Sternentwicklung und wird bald zu einem Weißen Zwerg werden. Doch noch ist der Stern im Zentrum hell genug, die ganze Szenerie zu beleuchten.

Die gezeigten Farben sind mehr oder weniger die natürlichen. Das Bild ist zusammengesetzt aus Hubble-Aufnahmen, die mit verschiedenen Farbfiltern aufgenommen wurden. Die Farbe Blau wird hervorgerufen von sehr heißem Helium, Grün von ionisiertem Sauerstoff und Rot von ionisiertem Stickstoff. Nahe am Zentrum ist die Temperatur trotzdem noch höher. Der Zentralstern besitzt eine Oberflächentemperatur von 120 000°C (216 000°F). Er wird sich in Zukunft langsam abkühlen. Gegenwärtig leuchtet er noch 200 mal heller als die Sonne. Der innere Ring von M57 (sichtbar im Bild) wurde vor 5000 bis 6000 Jahren weggeblasen und misst rund ein Lichtjahr im Durchmesser. Dies ist ein perfektes Beispiel dafür, wie unsere Sonne in etwa 5 bis 6 Milliarden Jahren aussehen wird. So schön es auch dem Auge erscheinen mag, bis dahin müssen wir natürlich rechtzeitig den Ort des Geschehens verlassen und einen anderen Planeten für uns in der Milchstraße gefunden haben.

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Ringnebel
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Veröffentlicht von Veröffentlicht oder zuletzt modifiziert am 29.10.2019